Narrenmarsch

Auf Ihr Narre auf Ihr Holzhaudri in de Fasnet gots dagege,
groß und klein, jung und alt nei ins Narregwand
alles muß sich närrisch rege.
Haudri, Haudro in de Fasenet gibts Hallo,
Haudri, Haudro mir Haudri sind halt so.

Ja im Denkinger Wald, do ischs im Winter kalt,
drum sind mir rauhe Gselle,
doch mir könned rechte Schmuser sei,
me muß nur richtig welle,
Haudri, Haudro in de Fasenet gibts Hallo,
Haudri, Haudro mir Haudri sind halt so.

Und spielt die Musik los, gleich ist die Stimmung groß,
dann juckts uns in den Füßen.
Ein gutes Glaserl Wein ein Madel schenkt uns ein,
dann kann uns nichts verdrießen.
Haudri, Haudro in de Fasenet gibts Hallo,
Haudri, Haudro mir Haudri sind halt so.

Hackertanz

Bei Brauchtumsveranstaltungen / Brauchtumsabenden geben unsere 3 Gruppen unseren Brauchtumstanz, den Hackertanz zum Besten.

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Fastnacht

Zwischen dem Dreikönigstag und dem Donnerstag vor Fasnachtsdienstag gibt es nur vereinzelte, lokal begrenzte närrische Aktivitäten wie Narrentreffen mit mehreren tausend Häs- und Maskenträgern und Saalveranstaltungen, bei denen das Stimmungsbarometer bereits Höchstwerte erreichen kann.

In so mancher Stube wird in diesen Wochen noch eifrig am Häs geschneidert, Maskenschnitzer haben Hochkonjunktur, und mancherorts üben die Kinder in den Gassen mit großer Ausdauer das Karbatschenschnellen, denn mit großen Schritten geht es nun auf den Höhepunkt der "fünften Jahreszeit" zu.

Diese Zeit vor den Hauptfesttagen kann allerdings von sehr unterschiedlicher Dauer sein, da sich die Fasnacht am beweglichen Osterfest orientiert. Ostern fällt nämlich immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Bedingt durch die 40tägige Fastenzeit (s.u.) liegt das Fasnachtswochenende sieben Wochen vor Ostern. Die kürzeste Fasnachtszeit geht also nur bis Anfang Februar (3. Februar, 28 Tage), die längste bis Anfang März (9. März, 63 Tage).

Martinisitzung

Einen ersten kurzen Auftritt haben die unvermummten Narren mancherorts am 11.11.
(Martinstag) bei Lampionumzügen, bei denen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder der
Narrenmarsch ertönt. An diesem Tag halten auch manche Zünfte traditionell ihre Martinisitzungen oder Generalversammlungen ab. Der 11.11. ist parallel zur Fastnacht zu sehen, da früher nach Martini die Vorbereitungszeit auf Weihnachten mit ebenfalls strengen Fastengeboten begann. Die Zahl 11 gilt ferner schon seit dem Mittelalter als närrische und unheilige Zahl, da sie die Zahl der Zehn Gebote überschreitet und die Zahl der Zwölf Apostel nicht erreicht. Weitere interessante Informationen gibt es unter www.narren-spiegel.de.

Narrenbaumstellen

Nachmittags findet traditionell in vielen
Fasnachtslandschaften das "Narrenbaumsetzen" oder "Narrenbaumstellen" statt, nachdem der Narrenbaum, eine frisch geschlagene, bis zu 30 m hohe Tanne oder Fichte, in der Regel morgens eingeholt, entrindet, bis auf den Wipfel ("Dolden" genannt) entastet und geschmückt worden ist. Bei besonderen Anlässen wie Narrentreffen kann dies auch schon Wochen vorher geschehen. Er wird als Zeichen der Übernahme der Amtsgewalt durch die Narren angesehen und außerdem als "Stammbaum aller Narren" bezeichnet. Das Setzen eines Baumes ohne Wurzeln soll ferner die Sinnlosigkeit anzeigen. Nach Mezger hat das Narrenbaumstellen seinen Ursprung möglicherweise im "Blockziehen", einem Brauch, der bereits für das 15. Jh. urkundlich belegt ist. Dabei handelte es sich um einen Spottumzug, bei dem die unverheirateten jungen Mädchen sowie die alten Jungfern einen Baumstamm durch die Straßen ziehen mußten, aus dem sich vielleicht ein Mann für sie schnitzen ließe.

Nicht nachzuweisen ist ein umittelbarer Bezug des Brauchs des Narrenbaumsetzens zur
spätmittelalterlichen Idee des Narrenbaums als einer Abwandlung des biblischen Baums der Erkenntnis von Gut und Böse im Paradies (als Gegenstück zum Baum des Lebens), von dessen Früchten Adam und Eva aßen und somit Sünde und Tod in die Welt brachten. Dem Narrenbaumsetzen geht stets ein Umzug voraus. An manchem Narrenbaum hängt dazu noch ein Ring mit Süßigkeiten, Würsten oder sonstigen Utensilien, die sich die Kinder und Jugendlichen unter Beweis ihrer körperlichen Fitness "pflücken" können.

Gefällt wird der Narrenbaum am Fasnachtsdienstag abends oder aber am Aschermittwoch in aller Stille (Narrenbaumfällen) Nur in Stockach, wo seit 1799 ein Narrenbaum gesetzt wird und der Brauch seinen Ursprung haben soll, bleibt er bis zum 4. Fastensonntag (Lätare) stehen. Dieser Sonntag wird auch als "Mittfasten" bezeichnet und war früher gewissermaßen eine Erholungspause in der Fastenstrenge. .
(Quelle: Narren-Spiegel)